Aldo vom Hundebusch

Kooikerhondje Deckrüde aus Hannover

Hundewunsch

Wo fängt unser Leben mit Aldo an? Ich würde sagen, mit der Dame des Hauses und dem Wunsch nach einem eigenen Hund. Das ist Aldo sein Frauchen. Das bin dann wohl ich, die Sonja.

Ich wollte schon seit dem ich denken kann einen eigenen Hund. Aber hier muss vernünftig entschieden werden, ob einem Hund das gegeben werden kann, was er braucht. Hier muss natürlich Zeit, Bewegung, Beschäftigung, etwas Know-how, Verantwortungsbewußtsein und natürlich das nötige „Klein“-Geld dafür aufgebracht werden. Ich besaß alles davon, ausser die Zeit, welche ich auf der Arbeit verbringe. Meinen normalen Büro-Wahnsinn betreibe ich 40 Stunden die Woche, also acht Stunden am Tag. Was macht mein Hund, wenn ich solange auf der Arbeit bin? Das geht natürlich nicht, den armen Kleinen solange alleine zu lassen.

Dann hatte sich mein Freund Timo dazu entschlossen, seine Selbständigkeit weiter auszubauen. Somit würde er dann nur noch vier Stunden im Büro verbringen und den Rest von zu Hause aus arbeiten. Als Timo zu dieser Entscheidung gekommen ist, war es für mich das erste Mal, dass ich ernsthaft darüber nachgedacht hatte. Timo war von dieser Idee zuerst überhaupt nicht angetan. Wir hatten immer so schöne Urlaube gemacht, sind in die Sauna oder haben sonst irgendwelche Ausflüge unternommen. So fing ich dann mit meiner Überzeugungsarbeit an. Natürlich hatte auch ich mal den einen oder anderen Zweifel, aber wer hat den nicht, als die Überlegung oder das Vorhaben da war, sich eine Fellnase ins Haus zu holen. Schließlich wird hier für viele Jahre eine Verantwortung übernommen.

Dann hatte ich Timo immer mehr auf meine Seite geholt, so dass ich mich auf die Suche nach Hunderassen und deren Eigenschaften begeben habe. Unser Hund sollte nicht zu klein sein, aber auch nicht zu groß. Er sollte aber auch kein „Kläffer“ werden, was ja leider viele kleinere Rassen sind. Auch wenn ich denke, dass es hier auch mehr auf die Erziehung ankommt. Ja, Erziehung ist auch ein gutes Stichwort. Wir wollten einen Hund, der sich leicht führen läßt, und nicht schon die Eigenschaften mitbringt, selbst Entscheidungen zu treffen, so wie z. B. der Tekkel, der ja eigens auch dafür gezüchtet wurde. Er sollte auch bewegungsfreudig sein,  gut beim Joggen und mit dem Fahrrad mitlaufen können. Und so wurde der Kreis langsam immer kleiner. Schließlich bin ich auf das Kooikerhondje gestoßen und da war es schon um mich geschehen. Genau diese Hunderasse sollte es werden. Nachdem auch Timo sich vorstellen konnte, dass diese Hunderasse etwas für uns ist, stand der Entschluß fest.

Was soll ich sagen, jeder der selbst Besitzer eines Kooikers ist oder werden möchte, weiß wie es ist: Nämlich gar nicht so einfach, so ein süßes Kooikerpuppy zu bekommen.

Wir haben sehr viele Anfragen gestellt und viel telefoniert. Die Wartelisten waren sehr lang, wir sollten mit einer langen Wartezeit rechnen. Die lange Wartezeit war für uns kein großes Problem, Timo konnte noch etwas seine „Freiheit“ genießen. Und wie heißt es so schön, Vorfreude ist doch die schönste Freude. Und was währt wohl länger und geht aller Voraussicht nach gut? Wenn wir uns einen Hund von einem Tag auf den anderen holen, oder wenn dies gut durchdacht ist und alle Vorbereitungen hierfür getroffen wurden?

Wir wollten die Hunderasse aber auch unbedingt in Natura erleben. Hier bot uns Frau Ackermannn einen Kennenlerntermin an. Dies sollte dann die 1. Spezial Kooikerhondje Schau am 08. September 2013 werden. Frau Ackermann ist eine sehr bekannte Züchterin und wohnt im Saarland. Ich selbst habe auch Verwandschaft im Saarland und Timo sein Bruder wohnte damals auch in der Gegend, so dachten wir uns, warum nicht drei Fliegen mit einer Klatsche schlagen?

Gemacht und fast getan, wir waren im Saarland. Wir mußten in der Nacht vom Samstag auf Sonntag wieder aufbrechen, weil uns ein Notruf meiner Schwester ereilte. Unserer Mutter ging es nicht gut und sie ist leider in dieser Nacht auch verstorben. Ich hatte nach dieser Nacht leider längere Zeit keine Gedanken mehr frei und habe somit Frau Ackermann auch erst spät Bescheid geben können, warum wir nicht wie vereinbart dagewesen sind. Hierauf bekam ich lange Zeit keine Antwort.

Was ab diesem Zeitpunkt passiert ist, kann ich persönlich nur als Schicksal bezeichnen.

Ich habe gerade mit meiner Tante telefoniert, als das Thema und der Wunsch nach einem Kooiker wieder aufkam. Ich sagte dann zum Schluß des Gespräches nur noch, vielleicht soll es doch nicht sein, dass wir ein Kooikerhondje bekommen und habe damit abgeschlossen und gesagt, dass ich nach einer anderen Hunderasse Ausschau halten werde, aber nicht mehr dieses Jahr. Gerade als ich mich von meiner Tante verabschiedet hatte, kam mein Freund mit unserem Festnetz Telefon und sagte mir, Herr Schindler ist am Telefon und wolle mich gerne sprechen. Ich sagte nur, ich würde keinen Herrn Schindler kennen. Darauf  hatte Timo nur geantwortet, ich solle doch mal rangehen, es ginge ja schließlich um ein Kooikerhondje. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kooikerhondjezüchter uns anruft und nicht anders herum, dass noch genau ein Welpe zu vergeben sei, obwohl soviel Leute auf der Warteliste standen und vor allem dann noch genau in dem Zeitraum zu uns nach Hause kommen durfte, wo wir viereinhalb Wochen Urlaub hatten, weil wir eigentlich eine Reise nach Thailand geplant, und die wir aufgrund des trauriges Ereignisse storniert hatten, damit wir für meine Schwester da sein konnten. Und die Züchter von Aldo wohnten auch noch ganz in der Nähe von uns, nämlich in Hildesheim. Somit konnten wir Aldo doch öfters sehen, obwohl wir per Mail und in Telefonaten immer informiert wurden. Dafür an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank.